Foto © Thomas Koehler

Schirmherr - Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier

"Am 11. Oktober vor genau 850 Jahren wurde der Grundstein des Domes zu Brandenburg gelegt, der Mutterkirche der Mark. Wer den Blick zurückschweifen lässt über diese Jahrhunderte, der spürt, dass die Freiheit eher Ausnahme denn Regel war in der politischen Geschichte, die dieses Gotteshaus miterlebt hat. Vom Mittelalter bis zum Preußischen Königreich, von Nazizeit bis DDR - diese Mauern können viel erzählen vom Verhältnis von Kirche und Staat, von Macht und Glaube. Doch die Freiheit - das Vertrauen in die Selbstbestimmung und in die Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen, die zutiefst im Christlichen Glauben verankert ist - die hat sich erst spät politischen Raum verschafft. Heute - 25 Jahre nach der Wiedervereinigung - wird sie als Selbstverständlichkeit verstanden. Dies anzunehmen wäre ein Missverständnis! Willy Brandt hat uns daran erinnert mit seinem großen Satz: „Nichts kommt von selbst und nur wenig ist von Dauer.“  Und er wollte sagen: Freiheit wie Demokratie werden nur Bestand haben, wenn es Menschen gibt, die dafür streiten - für Freiheit vor Zwang, natürlich! Aber auch für die Freiheit zu eigenen Lebensentwürfen durch Verfügbarkeit von Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, durch Beteiligung  an der politischen Gestaltung!

Deswegen freue ich mich, dass wir gerade hier, im Dom zu Brandenburg, im 25. Jahr der deutschen Einheit, einen Preis ausloben für diejenigen, die sich einsetzen für die Freiheit; die unserer Gesellschaft helfen, die Freiheit zu bewahren und auszufüllen. Gerne übernehme ich die Schirmherrschaft für den Brandenburger Freiheitspreis."

Warum einen Brandenburger Freiheitspreis im Jahr 2015?

„Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden“ Abraham Lincoln

Freiheit – alle Welt will sie, alle Welt braucht sie. Aber welche?
Die persönliche, die politische, die unternehmerische, die künstlerische.
Die Freiheit des Einzelnen. Die Freiheit des Anderen. Die Freiheit der Meinung.
Die Freiheit zu etwas, die Freiheit von etwas.

Wir definieren Freiheit alle zwei Jahre. Nicht neu, aber immer wieder aufs Neue.

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Der Brandenburger Freiheitspreis

Anlässlich des 850jährigen Domjubiläums hat das Domstift Brandenburg einen neuen Preis ins Leben gerufen: den „Brandenburger Freiheitspreis“. Mit diesem Preis werden künftig Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die in herausragender Weise, vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten von Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik, maßgeblich zur Verwirklichung des Freiheitsgedankens beigetragen haben.

Auch in einer Zeit außergewöhnlicher innerer und äußerer Sicherheit und Freiheit in Deutschland wird die Freiheit des Einzelnen auch in unserem Land immer wieder bedroht. Umso notwendiger ist es, Menschen und Institutionen, die sich für die Freiheit einsetzen, spürbar und sichtbar zu unterstützen, ihr Engagement zu würdigen und andere zu einem solchen Engagement zu ermutigen.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen, erstmalig im Jahr 2016.Eine unabhängige Jury wählt den Preisträger aus. Der Preis ist in keiner Weise an eine Nationalität oder Religionszugehörigkeit geknüpft.

Bis zum 1. März 2016 können Einzelpersonen oder Institutionen vorgeschlagen werden.

Näheres entnehmen Sie bitte dem Statut des Freiheitspreises.

Unsere Förderer

Der Brandenburger Freiheitspreis wird von der Deutsche Bank AG und der ZF Friedrichshafen AG gefördert.

Kurator Dr. Hasselmann lobt den Brandenburger Freiheitspreis aus
Treffen der Initiatoren, Förderer und Jurymitglieder mit dem Schirmherrn des Brandenburger Freiheitspreises, Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Februar 2016
Foto: Thomas Imo/ photothek.net

Aktuelles

Am 11. Oktober 2015, 850 Jahre nach Grundsteinlegung, war es soweit:  Dr. Cord-Georg Hasselmann, Kurator des Domstifts Brandenburg, stellte im Jubiläumsgottesdienst den neuen Brandenburger Freiheitspreis vor. In einem Jahr, am 11. Oktober 2016, soll der erste Preisträger – eine Person oder Institution – ausgezeichnet werden.

Kurator Dr. Cord-Georg Hasselmann: „Die Geschichte des Doms erinnert uns daran, dass Freiheit nichts Selbstverständliches ist, dass wir alle uns immer wieder für sie einsetzen müssen, im Großen wie im Kleinen, auch in unserer Gesellschaft. Bewahrung der Freiheit heißt auch, sich ihr gegenüber nicht gleichgültig zu verhalten und verantwortlich mit ihr umzugehen. 850 Jahre Dom zu Brandenburg sind mehr als nur ein Anlass, das Engagement Einzelner für die Freiheit zu würdigen und andere zu einem solchen Engagement zu ermutigen.“

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Flyer zum Freiheitspreis

Außenminister Steinmeier ruft zu Vorschlägen für Preisträger des "Brandenburger Freiheitspreises" auf
Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes vom 06.02.2016