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Schirmherr - Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier

"Am 11. Oktober vor genau 850 Jahren wurde der Grundstein des Domes zu Brandenburg gelegt, der Mutterkirche der Mark. Wer den Blick zurückschweifen lässt über diese Jahrhunderte, der spürt, dass die Freiheit eher Ausnahme denn Regel war in der politischen Geschichte, die dieses Gotteshaus miterlebt hat. Vom Mittelalter bis zum Preußischen Königreich, von Nazizeit bis DDR - diese Mauern können viel erzählen vom Verhältnis von Kirche und Staat, von Macht und Glaube. Doch die Freiheit - das Vertrauen in die Selbstbestimmung und in die Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen, die zutiefst im Christlichen Glauben verankert ist - die hat sich erst spät politischen Raum verschafft. Heute - 25 Jahre nach der Wiedervereinigung - wird sie als Selbstverständlichkeit verstanden. Dies anzunehmen wäre ein Missverständnis! Willy Brandt hat uns daran erinnert mit seinem großen Satz: „Nichts kommt von selbst und nur wenig ist von Dauer.“  Und er wollte sagen: Freiheit wie Demokratie werden nur Bestand haben, wenn es Menschen gibt, die dafür streiten - für Freiheit vor Zwang, natürlich! Aber auch für die Freiheit zu eigenen Lebensentwürfen durch Verfügbarkeit von Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, durch Beteiligung  an der politischen Gestaltung!

Deswegen freue ich mich, dass wir gerade hier, im Dom zu Brandenburg, im 25. Jahr der deutschen Einheit, einen Preis ausloben für diejenigen, die sich einsetzen für die Freiheit; die unserer Gesellschaft helfen, die Freiheit zu bewahren und auszufüllen. Gerne übernehme ich die Schirmherrschaft für den Brandenburger Freiheitspreis."

Den anlässlich des 850jährigen Domjubiläums am 11. Oktober 2015 vom Domstift Brandenburg ausgelobten Brandenburger Freiheitspreis erhielt dieses Jahr das Menschenrechtszentrum Brandenburg Cottbus e.V. Er wurde  am 11. Oktober 2016 im Rahmen einer Festveranstaltung im Brandenburger Dom Vertretern des Vereins verliehen. Die Laudatio hielt der Schirmherr des Freiheitspreises, Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier.

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Warum einen Brandenburger Freiheitspreis im Jahr 2015?

„Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden“ Abraham Lincoln

Freiheit – alle Welt will sie, alle Welt braucht sie. Aber welche?
Die persönliche, die politische, die unternehmerische, die künstlerische.
Die Freiheit des Einzelnen. Die Freiheit des Anderen. Die Freiheit der Meinung.
Die Freiheit zu etwas, die Freiheit von etwas.

Wir definieren Freiheit alle zwei Jahre. Nicht neu, aber immer wieder aufs Neue.

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Der Brandenburger Freiheitspreis

Anlässlich des 850jährigen Domjubiläums hat das Domstift Brandenburg einen neuen Preis ins Leben gerufen: den „Brandenburger Freiheitspreis“. Mit diesem Preis werden künftig Persönlichkeiten oder Institutionen ausgezeichnet, die in herausragender Weise, vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten von Kultur, Religion, Wirtschaft oder Politik, maßgeblich zur Verwirklichung des Freiheitsgedankens beigetragen haben.

Auch in einer Zeit außergewöhnlicher innerer und äußerer Sicherheit und Freiheit in Deutschland wird die Freiheit des Einzelnen auch in unserem Land immer wieder bedroht. Umso notwendiger ist es, Menschen und Institutionen, die sich für die Freiheit einsetzen, spürbar und sichtbar zu unterstützen, ihr Engagement zu würdigen und andere zu einem solchen Engagement zu ermutigen.

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen, erstmalig im Jahr 2016. Eine unabhängige Jury wählt den Preisträger aus. Der Preis ist in keiner Weise an eine Nationalität oder Religionszugehörigkeit geknüpft.

Jetzt können erneut bis zum 1. März 2018 Einzelpersonen oder Institutionen vorgeschlagen werden.

Näheres entnehmen Sie bitte dem Statut des Freiheitspreises.

Unsere Förderer

Der Brandenburger Freiheitspreis wird von der Deutsche Bank AG und der ZF Friedrichshafen AG gefördert.

Preisverleihung 11. Oktober 2016

Aktuelles

11.10.2016

Freiheitspreis an den ersten Preisträger überreicht

Heute nachmittag wurde im Dom zu Brandenburg dem Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.  der Brandenburger Freiheitspreis verliehen.

Laudatio des Bundesaußeministers Dr. Frank-Walter Steinmeier

Andacht Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (Vorsitzender der Jury)

Begründung der Entscheidung der Jury Prof. Dr. Jutta Allmendinger

Dankesworte Dieter Dombrowski (Vorstandsvorsitzender des Menschenrechtszentrums Cottbus e.V.)

Vortrag Sylvia Wähling (Stellv. Vorsitzende des Menschenrechtszentrums Cottbus e.V.)

Pressestimmen

 

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09.08.2016

Erster Preisträger bekannt gegeben

Am 11. Oktober letzten Jahres, dem 850. Jubiläum der Grundsteinlegung des Brandenburger Domes, wurde der Brandenburger Freiheitspreis ausgelobt. Heute nun wurde der erste Preisträger vorgestellt, es ist das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. Der Preis wird am 11. Oktober 2016 um 17 Uhr im Dom verliehen.

Die Pressemitteilung des Domstifts sowie Presseartikel dazu finden Sie unter der Rubrik Presse

6. Februar 2016

Steinmeier ruft zu Vorschlägen für Preisträger des "Brandenburger Freiheitspreises" auf

Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes vom 06.02.2016

Treffen der Initiatoren, Förderer und Jurymitglieder mit dem Schirmherrn des Brandenburger Freiheitspreises, Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Februar 2016
Foto: Thomas Imo/ photothek.net

11.10.2015
Auslobung des Brandenburger Freiheitspreises

Am 11. Oktober 2015, 850 Jahre nach Grundsteinlegung, war es soweit:  Dr. Cord-Georg Hasselmann, Kurator des Domstifts Brandenburg, stellte im Jubiläumsgottesdienst den neuen Brandenburger Freiheitspreis vor. In einem Jahr, am 11. Oktober 2016, soll der erste Preisträger – eine Person oder Institution – ausgezeichnet werden.

Kurator Dr. Cord-Georg Hasselmann: „Die Geschichte des Doms erinnert uns daran, dass Freiheit nichts Selbstverständliches ist, dass wir alle uns immer wieder für sie einsetzen müssen, im Großen wie im Kleinen, auch in unserer Gesellschaft. Bewahrung der Freiheit heißt auch, sich ihr gegenüber nicht gleichgültig zu verhalten und verantwortlich mit ihr umzugehen. 850 Jahre Dom zu Brandenburg sind mehr als nur ein Anlass, das Engagement Einzelner für die Freiheit zu würdigen und andere zu einem solchen Engagement zu ermutigen.“

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Flyer zum Freiheitspreis

Kurator Dr. Hasselmann lobt den Brandenburger Freiheitspreis aus