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Warum einen Brandenburger Freiheitspreis?

„Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden“ Abraham Lincoln

Freiheit – alle Welt will sie, alle Welt braucht sie. Aber welche?
Die persönliche, die politische, die unternehmerische, die künstlerische.
Die Freiheit des Einzelnen. Die Freiheit des Anderen. Die Freiheit der Meinung.
Die Freiheit zu etwas, die Freiheit von etwas.

Wir definieren Freiheit alle zwei Jahre. Nicht neu, aber immer wieder aufs Neue.

So sieht es das Statut für den Preis vor, den wir stiften wollen. Aber warum? Und warum jetzt?

Weil die Zeiten so sind. Weil die Freiheit das Thema dieser Jahre ist.

Wo wir auch hinschauen auf der Welt, welchen Bereich wir auch anschauen, überall geht es um Freiheit. Um Freiheit der Menschen, der Gedanken, des Geistes.

Im bürgerrechtlichen, im wahrhaft liberalen, im marktwirtschaftlichen Sinn.

Wann, wenn nicht jetzt, im Jahr 25 der Deutschen Einheit, muss ein solcher Preis gestiftet werden? Und wo, wenn nicht im Dom zu Brandenburg, der seinen 850. Geburtstag feiert, im Dom, der immer eine politische Kathedrale war, 1848, in den Zeiten der NS-Diktatur, den DDR-Zeiten, heute.

Eine Staatskirche war der Dom, und eine Kirche, in der Staat gemacht wurde. Mit politischen Köpfen als Domdechanten, ob Albrecht Schönherr oder heute Wolfgang Huber. Eine politische Kathedrale als Kathedrale des Politischen. Im besten Sinne. Wo doch alles, was uns umgibt, politisch ist.

Stephan-Andreas Casdorff, Domherr des Domstifts Brandenburg